Vor 3 Wochen endete mein Abenteuer in Griechenland. Viele fragen mich, ob ich mich schon wieder in Deutschland eingelebt habe und was ich vermisse. Hier die Antworten:
Ja, ich habe mich wieder in Deutschland eingelebt. Sehr schnell sogar. Eigentlich sofort. Mir sind nur Dinge aufgefallen, die sonst so selbstverständlich wirken. Zum Beispiel ist Madeburg (meine Heimatstadt Köthen ja sowieso) eine ruhige Stadt mit so vielen schönen grünen Ecken. Auch muss ich nicht mehr krampfhaft meine Tasche festhalten, weil ich Angst habe, sie wird geklaut. Wenn man Bahn fährt, muss man auf Knöpfe drücken, damit die Tür sich öffnet. In Athen gingen alle Türen automatisch auf. Und die Klopapiersache musste ich mir abgewöhnen, die ersten beiden Male habe ich noch den Mülleimer neben dem Klo für die Entsorgung genutzt. Ganz eigenartig ist es auch, wieder die Sprache auf der Straße zu verstehen. Plötzlich wird im Supermarkt wieder Deutsch geredet und man muss in Geschäften kein Englisch mehr reden – komisches Gefühl.
Wenn man so lange weg ist, fallen einem außerdem die Veränderungen auf. In Köthen hat man lediglich ein Haus rot bemalt und einen Sparmarkt abgerissen. Magdeburg konnte da schon mit dem durchaus gelungenen Campus Tower punkten. Sonst ist alles beim Alten. Sogar meine Wellensittiche haben sich nicht verändert.
Was ich vermisse? Meine Freunde in Griechenland, die mir so viel bedeuten. Unser tägliches Salatessen in der Redaktion und die Freddo Cappuccinos vermisse ich auch. Dann wäre da noch das Wetter. Ich bin noch überhaupt nicht auf kälteres Wetter eingestellt. Ich habe gar keine Lust drauf. Abends friere ich hier und heiß war mir auch noch nicht. Man gewöhnt sich eben doch an das warme Wetter in Griechenland. Und außerdem fehlt mir ganz arg das Englischsprechen, denn das hat mir wirklich Spaß gemacht.
Der ganze Aufenthalt hat mir Spaß gemacht und es war eine durchweg positive Erfahrung. Klar gab es schlechte Tage, aber die hat man hier auch. Die guten Tage überwiegen und ich persönlich habe jetzt schon die schlechten Sachen vergessen – nach 3 Wochen. So eine Zeit im Ausland ist unvergesslich und man macht Erfahrungen, die einem keiner mehr nehmen kann! Ich rate jedem dazu: Traut euch, so schwer ist es nicht!
Und wieder einmal habe ich in den vier Monaten festgestellt, dass man sein Land am besten im Ausland kennen lernt. Wieder habe ich gemerkt, dass ich gern in Deutschland lebe. Genau das gleiche Gefühl hatte ich nach meinem Jahr in den USA. Ich verreise gern, schaue mir die Welt an, gewinne neue Eindrücke und blicke auf mein Land auch mal kritisch zurück, aber ich möchte immer wieder nach Deutschland zurückkehren.
Damit sage ich Tschüß und bedanke mich bei allen fleißigen Lesern für die Aufmerksamkeit im letzen drittel Jahr!
Jule
Ach Jule, das war ein schöner Eintrag. Genauso habe ich es auch empfunden. Naja doch, einen Unterschied gibt es: mich zieht es ja ins Ausland, für längere Zeit. Aber mit den anderen Gedanken, hast du mir vollkommen aus dem Herzen gesprochen. Schön, schön. Es hat Spaß gemacht deinen Blog zu lesen
). Anja
Von: Anja am August 20, 2009
um 4:05 pm
also…das mit dem englisch sprechen verstehe ich voll und ganz mir ging es nach 10 tagen schon so^^
Von: kleine schwester am August 21, 2009
um 5:45 pm