Verfasst von: julianeinathen | August 17, 2009

Man ist, was man isst.

Hier noch die versprochene Portion Essen:
Wenn man eine Kultur kennen lernen möchte, ist der erste Schritt das Essen kennen zu lernen. Das Essen spiegelt das Leben in einem Land wider. Ich bin ja der Meinung, dass dies eine sehr bequeme und unkomplizierte Variante des Entdeckens ist. Ich esse gern, also esse ich auch gern mal etwas anderes. Bei den Griechen fiel es mir überhaupt nicht schwer mich anzupassen. Für euch habe ich mal eine Liste zusammengestellt, was meine Lieblingsspeisen sind. Doch zunächst kurz etwas allgemeines:

Die Griechen sind eine Olivenölnation. An alles, aber wirklich an jede Speise, kommt Olivenöl. Das führt zu rundlichen Figuren, aber auch zu gesunden Körpern. Die Griechen liegen in Europa mit ganz vorn, was das Höchstalter betrifft. Und diesen Erfolg schieben sie auf das gesunde Olivenöl. Man gewöhnt sich sehr schnell an dessen Geschmack und wieder in Deutschland angekommen, fand das Olivenöl schnell den Weg in meinen Küchenschrank.
Ansonsten kochen die Griechen mit viel Knoblauch und essen viele Nudeln. Drei Griechen wiegen einen Italiener auf, womit Griechenland in Europa auf dem zweiten Platz im Nudelverbrauch landet. Überrascht? Wir denken ja, die Griechen essen viel Reis. Das ist aber auch nicht verkehrt. Und die dritte Beilage wäre dann wohl Pommes, die zu jeder größeren Mahlzeit auf den Tisch kommen. Ach und der Krautsalat, der so berühmt für Griechenland ist, ist mir in der Zeit nicht einmal unter die Nase bzw. in den Mund gekommen.
Nun zu den Speisen, die ich kennen gelernt und geliebt habe.

Koulouria:

Koulouria-Verkäufer stehen in Athen an jeder Ecke mit einem Stand, den sie abends wieder abbauen. Das runde Gepäck hat ein Loch in der Mitte und ähnelt einem riesigen Donut. Den Ursprung hat der Koulouri in Thessaloniki. Man kauft in weich oder hart, aber stets mit Sesam bestreut. Inzwischen gibt es auch eine süße Variante mit Zucker und viel Fett – sehr köstlich. Ein Foto kann ich leider nicht bieten, aber bei Interesse könnt ihr es ja googlen.

Bougatza:

Blätterteig mit warmem Pudding mit Zucker und Zimt betreut – geiles Frühstück!

Griechischer Joghurt:

In Deutschland gab es vor einiger Zeit im Angebot bei Aldi oder so griechischen Joghurt. “Und?”, dachte ich mir, “was ist daran besonders?” Jetzt weiß ich es: griechischer Joghurt ist deutlich fetter als deutscher Joghurt und schmeckt dadurch hammergeil. Früh mit Früchten oder als Zwischenmahlzeit mit Honig und Walnüssen ist der Joghurt eine Wucht. Ich habe eine Packung mit nach Deutschland gebracht und auch meine Familie war begeistert. Wenn es ihn also wieder einmal irgendwo hier gibt, werde ich zuschlagen!

Griechischer Salat:

Sehr leckere Zusammenstellung von Gemüse und der Salat gehört zu jedem Essen dazu! Grüne Gurke, grüne Paprika, rote Zwiebeln, schwarze Oliven, Tomaten und einfach ein großes Stück Feta obendrauf. Dazu gibt es natürlich Olivenöl und Pfeffer und Salz. Im Restaurant bekommt man dazu auch immer noch Weißbrot, welches nur halb angeschnitten wird. Dadurch muss sich Jeder ein Stück abbrechen, was für den Deutschen erst einmal ungewohnt ist. Das Brot bezahlt man meist extra. Es eignet sich aber hervorragend dazu, das übrig gebliebene Olivenöl, in dem meist noch Fetastückchen schwimmen, aufzutunken. Sehr lecker! Seht selbst:

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Das einzig Blöde: die Oliven sind noch mit Kernen, was den Essfluss stört!

Pita mit Gyros:

Pita ist ein kleines, dünnes, rundes Brot. Das wird gerollt und mit Gyros aus verschiedenen Fleischsorten (Hähnchen, Schwein, Rind oder Lamm) bepackt. Dazu kommen ein wenig grüner Salat, Tomate, 2-3 Pommes, Zwiebeln und Tzaziki oder eine andere Soße. Mich hat es an einen Mini-Döner erinnert. Allerdings kostet die Pita nur 1,70 bis 2 Euro und ist eine bessere Mahlzeit, weil es nicht so riesig viel ist, wie ein Döner. Die Pita schmeckt natürlich auch vegetarisch und als Tourist verliebt man sich sehr schnell in diese Speise. Es gibt in Griechenland auch die „Luxuspita“ von der Restaurantkette Pita Pan, die das Ganze gesünder, aber auch teurer verkauft.

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Frappé:

Die Griechen und ihr Frappé – eine Geschichte für sich. Jeden Tag trinken die Griechen diesen aufgeschäumten kalten Kaffee und ein Glas kaltes Wasser dazu. Das Faszinierende ist, dass sie dafür Stunden brauchen und nach diesen Stunden bleibt immer noch etwas übrig. Er wird nur selten ganz ausgetrunken, egal ob am Arbeitsplatz oder in einem Café. Ich habe mich einmal ganz doll bemüht und meinen Freddo Cappuccino (die „moderne“ Variante von Frappé mit viel Milchschaum und noch mehr Zucker) eine ganze Stunde lang getrunken. Stolz schaut ich zum Nebentisch, denn die Griechin hatte ihren Freddo Cappuccino zur selben Zeit bekommen wie ich. Und was sehe ich? Ihr Glas war noch halb voll. Das war schon frustrierend – ich weiß nicht, wie die Griechen das schaffen! Aber lecker sind die vielen Kaffeegetränke in Griechenland trotzdem und sie sind gar nicht so teuer wie bei uns.

Ich hoffe, es hat euch geschmeckt und ihr habt Lust auf die leckere griechische Kost bekommen. Na dann ab zum nächsten Griechen!

Jule


Antworten

  1. Hallo Jule,

    ich wollt mal fragen warum du deine Einträg hier nicht mehr im Studi postest? Dadurch hab ich nun seit Ewigkeiten nicht mehr hier geguckt. Jetzt muss ich soviele Beiträge lesen. Ich werd gleich mal anfangen damit ich bis Weihnachten fertig bin. Ab wann bist du eigentlich wieder im Land?
    Wir sehn uns…

  2. Hey,

    oh mensch sorry, hat sich irgendwie nicht ergeben. Bin auch schon wieder im Lande :) Und es kommt nur noch ein Beitrag und dann hör ich auch auf :) So viel musste dann also nicht mehr lesen :)

    Ganz liebe Grüße an alle,

    Jule

  3. Guten Tag. Vielen Dank für die tollen Ratschläge. Echt super Blogbeitrag! Zu der Sache habe ich jetzt schon viele tolle Ratschläge gefunden. Schöne Grüße


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