Uff, ich oute mich jetzt. Ganz brutal ehrlich: ich bin sehr unsicher wenn ich Räder aller Art unter mir habe, sei es beim Skaten, Fahrrad- oder Autofahren. In der Hinsicht bin ich wirklich „typisch Frau“. An dieser Stelle entschuldige ich mich aber bei allen Frauen auf die das nicht zutrifft, denn davon kenne ich zu Genüge.
Jedenfalls haben wir an meinem vorletzten Wochenende in Griechenland beschlossen für einen Tag nach Agistri zu fahren. Das ist eine knapp 14 qkm kleine Insel in der Nähe Athens. Und dort wurde durch komische Zufälle überraschend beschlossen, dass gerade ICH den Motorroller fahren soll.
Wir waren zu viert und hatten zwei dieser lustigen Gefährten für 10 Euro pro Stück ausgeliehen.
Da war ich nun – zum ersten Mal auf einem Motorroller und ich sollte ihn gleich fahren. Mir wurde gezeigt, wie es geht und bei meinem ersten Versuch hat die Verleiherin nur die Hände über den Kopf zusammengeschlagen und laut „no no no“ gerufen. Wir erklärten ihr, es sei alles ok und nach einer kurzen Zeit hatte ich den Dreh auch schon raus. Allerdings kam dann noch Laura hinten drauf und da ging es mir schon anders. Doch auch das habe ich nach kurzer Zeit gut hinbekommen. Los ging’s!
Eine gute dreiviertel Stunde ging auch halbwegs alles gut. Aber dann sollte ich auf der Straße drehen und war völlig überfordert. Da ja aber Keiner auf meine Wehrufe hören wollte, versuchte ich mein Glück. Doch wir kippten um. Mit Schrammen und blauen Flecken lagen Laura und ich auf der Straße. Wir hatten aber Glück im Unglück: es hätte noch viel mehr passieren können.
Der Tag war für mich jedoch gelaufen, denn fortan hatte ich Angst beim Fahren. Wir haben schöne Strände entdeckt und die Insel ist traumhaft, aber ich konnte es nicht genießen, weil ich stets dran dachte, dass ich wieder fahren muss. Außerdem hatte der Motorroller durch auslaufendes Benzin an der Plastik Schaden genommen. Ich machte mir Sorgen, dass wir bezahlen müssten.
Diese Sorgen wurden auch noch durch einen zweiten Unfall verstärkt. Diesmal saß aber nicht ich drauf und es ist auch niemand zu Schaden gekommen. Jedoch hatte der Motorroller dann zusätzlich noch ein gebrochenes vorderes Schutzblech, zerkratzten Lack und einen abgeschürften Lenker. Bibbernd gaben wir die Motorroller am Ende des Tages wieder ab. Ich bin erst gar nicht mitgekommen, denn durch meine Wunde wäre man vielleicht stutzig geworden. Doch wir hatten wieder Glück, denn es lief alles reibungslos ab. So etwas hätte es in Deutschland nun wirklich nicht gegeben! Was für ein Tag!
Jule

Ein Teil unserer Schürfwunden - das Salzwasser tat den Wunden sicher gut!

Die schöne Seite des Tages - ein kleine süße hübsche Insel
